Piercing Pflege Tipps

 

Die Heilung des Piercings hängt von der gestochenen Körperstelle und der jeweiligen körperlichen Konstitution ab. Auf jeden Fall sollte das Piercing während der ersten 4 bis 6 Wochen wie eine frische Wunde behandelt werden, d.h. „Sauberkeit“ ist das oberste Gebot!

 

Allgemeine Information zum Piercen

Es kann nach dem Stechen eines Piercings zu einem Bluterguss kommen.
Dieser ist
aber harmlos und sollte nach einigen Tagen abklingen.

Der Heilungsprozess

Allgemein:

Während des Heilungsprozesses tritt aus dem Stichkanal Wundsekret aus. Dies ist eine normale Reaktion des Körpers, um Schmutz aus der Wunde zu spülen.

Je nach gepiercter Stelle dauert es bis zu einem Jahr, bis sich im Stichkanal eine neue Hautschicht (Epidermis) gebildet hat, erst dann kann das Piercing als komplett abgeheilt bezeichnet und der Schmuck gewechselt werden.

Beim Zungenpiercing gilt zusätzlich:

Beläge auf der Zunge, Schwellung und Wundschmerz sind während der Abheilphase normal. Auch wenn das Zungenpiercing abgeheilt ist, sollte eine umfassende Mundpflege (Zahnseide, Mundspülungen etc.) eingehalten werden.

 

Unterstützend für den Heilungsprozess

Allgemein:

  • der ggf. nach dem Piercen angebrachte Schutz (Pflaster, Verband, etc) ist ca. 24 Std. lang dort zu belassen
  • das Piercing ist immer sauber und trocken zu halten
  • beim Duschen sollte das Piercing vorsichtig bewegt und gesäubert werden
  • benutzt ph-neutrale, unparfümierte Waschlösung wie z.B. Seba-med oder Babywaschgel

Empfohlene Mittel für den Heilungsprozess:

Die aufgezählten Mittel sind, nach Absprache mit der Piercerin, nur auf die passende Korperregion anzuwenden!

  • Hautdesinfektion, z.B. Kodan oder Octenisept
  • Naturheilmitteln, z.B. Teebaumöl, Retterspitz, Aloe Vera oder Arnikalösung
  • Wund- und Heilsalben, z.B. Tyrosurgel oder Tannolactsalbe
  • Spülungen mit Kamille und/oder Salzlösung
  • medizinische Bäder von 10-12 Minuten Länge mit Zusätzen wie z.B. Tannolact, Octenisept, Meersalz oder Kamille

Beim Zungenpiercing gilt zusätzlich:

  • nach jeder Mahlzeit, mindestens 3x täglich, spülen mit z.B. Kamillentee, Salbeitee, Hexoral,
    Meersalzlösung (¼ Teelöffel Salz auf eine Tasse Wasser) bzw. Chlorhexamed
  • die ersten 48 Std. möglichst viel Eiswürfel lutschen (idealerweise in Form von gefrorenem Kamillen oder
    Salbeitee), um die Schwellung zu reduzieren

 

Nach dem Piercen bitte folgendes vermeiden

Allgemein:

  • Schwimmbad-, Sauna- und Solarienbesuche
  • Benutzung von parfümierten Körperreinigungsmitteln oder Cremes
  • berühren des Piercings mit verschmutzten Händen
  • Reizung durch eng sitzende Kleidung (Mütze, BH, Hosenbund, Gürtelschnalle, usw.)

Beim Zungenpiercing gilt zusätzlich:

  • Alkohol und Drogen
  • Rauchen
  • Vorsicht mit heißen & scharfen Speisen und Getränken
  • säurehaltigen Speisen oder Getränke
  • Milchprodukte

Beim Intimpiercing gilt zusätzlich:

  • Geschlechtsverkehr (ca. 2 bis 4 Wochen)

 

Nachwirkungen bei nicht behandelten, entzündeten Piercings


Entzündungen nach Bauchnabel- und Brustwarzenpiercings können im schlimmsten Fall zu Bauchfell- bzw. Brustdrüsenentzündungen führen. Piercings im Gesichtsbereich können eine Gehirnhaut- oder Nervenentzündung nach sich ziehen!

Es kann zu schmerzhaften Schwellungen und Entzündungen kommen bei unhygieneischer Handhabung der gepiercten Körperstelle und Nichtbehandlung entzündeter Stichkanälen.

 

 

 

2017  Magic Moon Tattooing